
Wirtschaft und Landwirtschaft
In keinem anderen deutschen Land hat sich in der Nachkriegsgeschichte die Wirtschaftsstruktur derart grundlegend gewandelt wie in Bayern. War das neue Bayern zunächst noch hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt und auf wenige Industriezentren beschränkt, so ist der Freistaat heute ein moderner Industrie- und Dienstleistungsstandort mit einem starken Mittelstand.
Dank seiner konsequenten Forschungs- und Technologiepolitik nimmt Bayern heute in fast allen neuen Technologien eine internationale Spitzenposition ein. Herausragend sind viele Hightech-Zentren für Biowissenschaften, Informations- und Kommunikationstechnologie, Medizintechnik und die Erforschung neuer Materialien.
Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 409 Mrd. Euro (2006) übertrifft Bayern heute 21 der 27 EU-Mitgliedsstaaten. Zwei Drittel der gesamtwirtschaftlichen Leistung werden auf dem Dienstleistungssektor erbracht. München ist DAX-Hauptstadt. Mit einer Exportquote von 45 Prozent ist die bayerische Wirtschaft auf dem Weltmarkt stark präsent.
Neben international renommierten Konzernen blüht eine Vielzahl mittelständischer Unternehmen, die mit einem Anteil von über 89 Prozent das Rückgrat der bayerischen Wirtschaft bilden. Die Handwerksdichte im Freistaat ist mit die höchste in ganz Deutschland. Jeder dritte Arbeitsplatz, der in den letzten 20 Jahren im westlichen Bundesgebiet geschaffen wurde, entstand in Bayern.
Trotz Industrie-, Hightech- und Forschungsstandort ist Bayern weiterhin Deutschlands wichtigstes Agrarland und größter Nahrungsmittelproduzent geblieben. Jeder achte Arbeitsplatz in Bayern hängt von der Land- und Forstwirtschaft ab.
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